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Textillexikon

 

Die wichtigsten Naturfasern

BAUMWOLLE

Allgemein
Baumwolle ist der bedeutendste Textilrohstoff der Welt. Er nimmt einen Anteil von 50-60% an der gesamten Textilproduktion ein. Die Baumwollpflanze wächst in den tropischen bis subtropischen Gebieten der Erde. Die Hauptanbauländer sind China, Rußland, Indien, Pakistan, Brasilien, Türkei, Ägypten, die USA und Argentinien. Die Kapselfrüchte der Pflanze platzen auf und es quellen weiße bis gelbliche Samenhaare der Baumwollfrucht heraus. Die Samenhaare werden später zu Baumwollgarn versponnen.

Geschichte:
Die älteste Baumwollkultur wurde in Indien für das 3. Jahrtausend vor Chr. nachgewiesen. Von Indien aus gelangte die Baumwolle nach China. Gleichzeitig wurde Baumwolle auch von den Inkas in Mittelamerika angebaut. Im 8.-10. Jahrhundert führten die Araber die Kultur der Baumwolle von Persien aus in Nord-Afrika, Sizilien und Süd-Spanien ein.

Die Baumwollpflanze:
Sie gehört zur Gattung der Malvengewächse. Der Baumwollstrauch wird bis zu 6m hoch. Sie blüht meist in weiß, gelb bis rosa. Die angebauten Sorten unterscheiden sich durch Ausbildung langer Samenhaare von den Wildarten.

Eigenschaften:
Baumwolle kann bis zu 20% des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Die Feuchtigkeit findet in einem Hohlraum in der Faser statt, dem sogenannten "Lumen". Kommt Feuchtigkeit in das Lumen, werden die äußeren Schichten der Baumwolle gegeneinander gepresst und somit erhöht sich die Reißfestigkeit der Baumwolle im nassen Zustand. Zu testen ist das dadurch, dass man einen Faden an einer Stelle nass macht. Dieser Faden wird nie an einer nassen Stelle zerreißen. Die Stapellänge ist das wichtigste Qualitätskriterium für Baumwolle. Sie kann zwischen 10mm - 60mm liegen. Verspinnbar sind Fasern von einer Stapellänge von 10mm.

Verwendung:
Baumwolle wird in Textilien sowohl rein als auch in Mischungen verwandt. Typische Einsatzgebiete liegen in z.B. T-Shirts, Hemden, Bettwäsche,... Häufige Mischungen gibt es mit Viskose und Leinen. In der Bekleidung wird Baumwolle häufig bei Blusen, Unterwäsche, Hemden, Jeans, Hosen, Berufs- & Freizeitbekleidung eigensetzt. Im Bereich der Heimtextilien findet man Baumwolle in Tüchern, Bettwäsche, Tischwäsche, Möbelstoffe, Dekorationsstoffe, u.a.. Leinen Allgemein (Leinengewebe), dauerhaftes, glattes Gewebe in allen Bindungsarten, das in Kette und Schuss aus reinen Flachsfasergarnen (Leinwandgarnen) besteht; besonders dichte, feinfädige Leinengewebe werden als Feinleinen bezeichnet, grobe, kräftige als Bauernleinen. Verwendung finden sie u.a. als Bett- und Tischwäsche, Geschirrtücher, Möbel- und Kleiderstoffe, Maler-Leinen und Segeltuch.

Geschichte:
Schon in den Jahren 5000 bis 4000 v. Chr. gab es einen systematischen Flachsanbau bei den Babyloniern, Ägyptern, Phöniziern und anderen Völkern. Deshalb gehören Leinengewebe zu den ältesten Geweben der Welt. Schon die Mumien in den Pyramiden waren in Leinen gehüllt. Baumwolle stand den Ägyptern zu der Zeit nicht zur Verfügung. Die heutigen Verarbeitungsmethoden unterscheiden sich kaum von den von den Römern beschriebenen Verarbeitungsrichtlinien von Flachs zu Leinen. Ein Hoch erlebte Leinen im Mittelalter. Heute wird es als Naturprodukt geschätzt.

Anbauländer:
China, Russische Förderation, Ukraine, Frankreich, Weißrußland, Niederlande, Ägypten, Belgien, Tschechien, Litauen,...

 

LEINEN

Allgemein:
Aus dem Stängel der Flachspflanzen wird Leinen gewonnen. Die Höhe der verwendeten Pflanzen liegen zwischen 80cm - 120cm. Die Flachspflanze wächst am besten im gemäßigten, Seeklima. Fasergewinnung und Ernte - Die Pflanzen werden mit Wurzeln herausgerissen, damit die Stängel lang bleiben. (Raufen. Es gibt aber auch moderne Mähmethoden. - Der getrocknete Flachstängel wird von der Fruchtkapsel und den Leinsamen getrennt. (Riffeln) Zerstörung des Pflanzenleimes im Stängel der Pflanze. Damit kann man die Faserbündel leichter gewinnen kann. Hierzu wird der Flachs ca.: 5-8 Tage in warmen Wasser aufgeweicht. (Rösten) - Hiernach werden die Stängel getrocknet (Warmluftöfen) - Danach werden die Flachsfasern endgültig aus dem Stängel herausgelöst. Dazu werden die Stängel gebrochen und die Holzbestandsteile durch Schwingen separiert. Dabei wird Langflachs (45cm - 90cm) und Schwingwerk (10cm - 25cm) gewonnen. - Beim Hecheln werden verspinnbare Faserbündel durch Auskämmen des Bastes gewonnen. Holzteilchen & Kurzfasern werden so von den Fasern getrennt. Dabei wird Hechelflachs und als Nebenprodukt Hechelwerk erzielt.

Eigenschaften:
Die Leinenfasern weisen Faserverdickungen auf. Aus diesem Grund ist die Scheuerfestigkeit sehr gering. Aufgrund der inneren Struktur ist Leinen dafür sehr reißfest. Der Pflanzenleim sorgt bei Bekleidung aus Leinen dafür, dass die Feuchtigkeit schnell aufgenommen und weitergeleitet wird. Deshalb wirkt Leinen kühlend auf der Haut und gilt als Sommermaterial. Allerdings gibt es durch die Faserverdickungen Probleme bei Menschen mit empfindlicher Haut (ähnlich wie bei Wolle). Deshalb sollte Leinen in solchen Fällen immer über einem anderen Kleidungsstück (T-Shirt, Unterhemd,...) getragen werden.

Verwendung:
Bei Bekleidung (hauptsächlich Sommerbekleidung) für Blusen, Hemden, Einlagen, Röcke, Hosen, Kostüme oder als Accessoires bei Koffer, Schuhe, Borten, Taschen und bei Heimtextilien als Dekorationsstoffe, Möbelstoffe, Tisch- & Bettwäsche, Matrazendrelle, Wandbekleidungen,...

 

WOLLE

Allgemein:
Wolle, die aus dem Haarvlies von Schafen gewonnenen, v.a. aus Wollhaaren (Unterhaar) bestehenden spinnbaren Fasern, die als Rohstoff für Textilien verwendet werden; im weiteren Sinne auch Bezeichnung für die von anderen Säugetieren, insbesondere Angora- und Kaschmir Ziegen, Kamelen (Kamel Alpaka Vikunja) und Angorakaninchen, gewonnenen spinnfähigen tierische Haare, die im Gegensatz zu der (meist einfach Wolle genannten) Schaf-Wolle mit einem ihre Herkunft kennzeichnenden Vorsatz versehen und häufig auch als "Haar" bezeichnet werden (z.B. Angora- Wolle oder Kamelhaar). Die Haare der Schaf-Wolle zeichnen sich durch eine mehr oder weniger starke Kräuselung aus, die durch die hohe Bauschkraft und große Wärmehaltung bedingt sind. Allgemein sind sind feine Wollen auch stärker gekräuselt. Nach der Feinheit werden folgende Hauptgruppen unterschieden: - Merino-Wolle (besonders fein und sehr stark gekräuselt) - Crossbred-Wolle (mittelfein, mittellang, normal gekräuselt) - Cheviot-Wolle (grob, lang, wenig gekräuselt) Nach der Art der Gewinnung unterscheidet man:

Geschichte:
Wollfilze waren in Ägypten und China um etwa 5000 v. Chr. bekannt. (Bei den Griechen um etwa 5000 v. Christus). Bei den Griechen war Wollkleidung überaus beliebt. Die Römer sorgten dann für die Verbreitung von Schafzucht von Kleinasien nach Europa, wo diese durch die Züchtung des Merinoschafs in Spanien ab dem 14. Jahrhundert ihren eigentlichen Aufschwung nahm.

Bedeutung:
Weltweit hat Wolle einen Anteil von etwa 5% an der Faserproduktion. Schafe kommen dabei in nahezu allen Ländern der Welt vor.

Hauptproduktionsländer:
Australien, GUS-Staaten, Neuseeland, China, Argentinien, Uruguay, Südafrika, Türkei, Großbritannien,...

Wollproduktion:
Die Schur der Schafe erfolgt mit elektrischen Schermaschinen. Das Wollvlies soll möglichst in einem Stück anfallen. Da die Wolle an den Beinen von geringer Qualität ist, wird sie nicht weiter verwendet. Nachdem das Wollkleid, das sog. Vlies, gewonnen wurde, wird es in vier verschieden Zonen unterschiedlicher Qualität aufgeteilt. Die Unterscheidungskriterien sind Feinheit, Faserlänge, Kräuselung, Verschmutzungen und Farbe. Die Bauchpartien sind oft sehr stark verschmutzt. Es gibt zwei unterschiedliche Arten, mit der die Wolle weiter verarbeitet wird. Das Kammgarnspinnverfahren verwendet man zur Herstellung von glatten, feinen Garnen. Gröbere, voluminösere Garne hingegen werden durch das Streichgarnspinnverfahren gewonnen.

Eigenschaften:
Je voluminöser die Wolle (umso mehr Luft eingeschlossen wird), desto höher ist die Wärmeisolation. Wolle kann ein Drittel der Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Allerdings trocknet Wolle langsam. Je feiner und weicher die Wolle, desto hautfreundlicher. Gegenüber anderen Textilfasern hat Wolle eine geringe Festigkeit und verfügt auch über eine geringe Scheuerfestigkeit, die durch die schuppige Oberfläche entsteht. Wolle verfügt über eine sehr gute Elastizität. Falten erholen sich bei Wolle besonders gut unter Dampfeinwirkung.

 

SEIDE

Allgemein:
Bezeichnung für die aus den Gespinsten mehrerer Tierarten gewonnenen, aus Proteinen bestehenden natürlicher Fäden, die als Textilrohstoffe verwendet werden (sog. Natur-Seide). Die weitaus größte Bedeutung haben die von Seidenspinnern (beim Spinnen der Puppenkokons) erzeugten sog. Raupen-Seiden und unter diesen vor allem die vom Maulbeerseidenspinner gewonnene Maulbeer-Seide. Als Wild-Seide werden die von mehreren anderen Seidenspinnern erhaltenen Seiden, ferner auch die von einigen Steckmuschelarten erzeugte Muschel-Seide sowie die von Seidenspinnen erzeugte Spinnen-Seide zusammengefasst. Vegetabil-Seiden bestehen aus weichen Pflanzenfasern (z.B. die von der Seidenpflanze erhaltenen Samenhaare). Maulbeer-Seide besteht zu 75% aus Fibroin und zu 25% aus dem das Fibroin umhüllenden Sericin (Seidenleim, Seidenbast). Zur Gewinnung des Seidenfadens werden die Kokons zum Abtöten der Puppen mit heißem Dampf oder heißer Luft behandelt, danach in heißes Wasser getaucht (wobei das Sericin erweicht) und so lange maschinell gebürstet, bis sich die äußeren wirren Fäden (Flock-Seide) und der Anfang des Faden in der Bürste verfangen haben. Je nach gewünschter Fadenstärke werden mehrere Kokons zusammen abgehaspelt. Ein Kokon enthält etwa 3000m Faden, jedoch können nur etwa 1000m als reale Seide gewonnen werden. Die beim Abhaspeln erhaltene Rohseide hat harten Griff und nur geringen Glanz. Durch leichtes Zwirnen von zwei oder drei Rohseidenfäden erhält man Schuß-Seide, durch stärkeres Drehen Kett-Seide; scharf gedrehte Rohseidenfäden werden als Grenadine, sehr stark gezwirnte Fäden als Crépe bezeichnet. Einen veredelte Seide mit weichem Griff, verstärktem Glanz und ohne die Naturfarbe erhält man durch das sogenannte Entbasten, wobei durch Kochen mit Seifenlösung der Seidenleim entfernt wird. Seide wird vor allem zur Herstellung von Kleider-, Blusen- und Hemdenstoffen verwendet.

Geschichte:
Die Seidenraupenzucht breitete sich von China (dort seit dem 2. Jahrhundert vor Chr. nachweisbar) über Korea nach Japan, später über Indien nach Persien und Vorderasien aus. Roh-Seide und fertige Gewebe wurden über die Seidenstraßen nach dem Westen transportiert.

Bedeutung & Herkunft:
Seide hat ungefähr einen Anteil von 0,2% an der Weltfaserproduktion. Da Seidenraupen sich hauptsächlich von den Blättern der Maulbeerbäume ernähren, kann Seide nur dort hergestellt werden, wo diese wachsen. Die wichtigsten Länder für die Seidenproduktion sind: China, Indien, Japan, Rußland, Brasilien, Korea, Thailand, Türkei & Frankreich.

Eigenschaften:
Seide wirkt Temperaturausgleichend. Das bedeutet, sie wirkt kühlend bei Hitze und wärmend bei Kälte. Seidenfilamente ergeben Gewebe, die glatt auf der Haut liegen und wenig Luft einschließen. Deshalb wirken sie kühlend. Gleichzeitig wirken sie wärmend, weil die feinen dichten Seidengewebe, die warme Luft, die zwischen Haut und Textil eingeschlossen ist, nicht so leicht entweichen lassen. Seide nimmt bis zu einem Drittel des Eigengewichtes an Feuchtigkeit auf, ohne sich feucht anzufühlen. Nässe wird schnell in die inneren Hohlräume der Fasern aufgesaugt Seide ist sehr fein und weich und wirkt deshalb angenehm auf der Haut. Seide verfügt über eine sehr hohe Festigkeit.

Verwendung:
Oft wir Seide rein verarbeitet. Seide kann mit fast allen Bekleidungsfasern gemischt werden, wenn sie in Form von Stapelfasern vorliegt. Sie wird häufig mit Wolle oder anderen feinen (edlen) Tierhaaren gemischt.

 

Die wichtigsten Chemiefasern

VISKOSE

Allgemein:
Bezeichnung für die aus regenerierter Zellulose entstehende dickflüssige Spinnlösung bei der Herstellung von Viskosefasern (Viskoseverfahren) Viskoseverfahren Verfahren zur Herstellung von Zelluloseregengeratfasern. Ausgangsprodukt sind Zellstoffplatten, die mit Natronlauge behandelt werden, wobei gequollene sogenannte Alkalizellulose entsteht. Diese wird nach Zerkleinerung und Reifung (partieller oxidativer Abbau der Zellulose) mit Schwefelkohlenstoff zu löslichem Natriumzellulosexanthogenat umgesetzt, das in Natronlauge zu zähflüssiger Viskose gelöst und in eine aus Natriumsulfat und Schwefelsäure bestehendes Spinnbad gepresst wird, in dem die Zellulose wieder ausfällt (regeneriert wird).

Eigenschaften:
Zelluloseregengeratfasern besitzen gute Färbbarkeit, große Wasseraufnahmefähigkeit bei geringem Quellvermögen und sind gut waschbar. Aufgrund der lockeren inneren Struktur der Viskosefasern, quellen sie bei Einwirkung von Feuchtigkeit stark auf. Daraus ergibt sich eine sehr geringe Nassfestigkeit, was sich vor allem bei falschem Waschen als negativ herausstellt.

Verwendung:
Viskose wird gern in Mischungen mit Baumwolle, Wolle, Leinen oder Chemiefasern verwendet.

 

MODAL

Allgemein:
Laut TKG "Regenerierte Zellulosefasern, hergestellt durch Verfahren, die eine hohe Festigkeit und einen hohen Elastizitätsmodel in nassem Zustand verleihen.

Eigenschaften:
Hohe Festigkeit, hohe Elastizität, gute Saugfähigkeit, hohe Gleichmäßigkeit. Es wird vor allem mit Baumwolle oder mit Polyester gemischt.

Verwendung:
HWM-Fasern, Polynosics, hauptsächlich Spinnfasern, Unterwäsche und Oberbekleidung.

Pflege:
Beachten Sie bitte die Angaben des Herstellers. Generell ist Modal waschbar, gut bügelfähig aber nicht bügelfrei.

 

POLYESTER

Allgemein:
Gruppe vollsynthetischer Faserstoffe, lt. TKG "Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus dem Ester eines Diols mit Terephthalsäure besteht"; Sie entstehen entweder durch Polykondensation von Glykol mit Dimenthylterephthalat unter Ausscheidung überschüssigen Glykols ("Terylene-Typ) im Schmelzspinnverfahren.

Herstellung:
Organische Terephtalsäure verbindet sich mit Ethylenglykol zum Diglykolterephthalat. Polyester wird im Schmelzspinnverfahren hergestellt. Es gibt Polyesterendlosfasern oder Spinnfasern.

Eigenschaften:
Polyesterfasern sind 100% nassfest, haben hohe Laugen- & Säurebeständigkeit, sie übertreffen in ihren elastischen Eigenschaften, insbesondere mit ihrem raschen Rückfederungsvermögen alle anderen Synthesefasern, gegenüber Polyamiden ist die geringe Dehnung bei kleinen Zugbeanspruchung hervorzuheben.

Verwendung:
Es gibt es vielseitige Verwendbarkeit für alle Arten von Stoffen für Damen- und Herren-Oberbekleidung, in der "klassischen Mischung" mit 45% Schurwolle, sowie mit Anteilen von meist über 50% in Mischgeweben mit Baumwolle. Als Filament und Spinnfaser ist Polyester das beherrschende Material für Gardinenstoffe. Wegen ihrer hohen Bauschelastizität ist Polyesterfiberfill als Füllmaterial für Steppdecken und Wattierungen besonders geeignet.

 

POLYAMID

Allgemein:
Gruppe voll synthetischer Faserstoffe, lt. TKG "Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette eine Wiederholung der funktionellen Amidgruppe aufweist"; sie entstehen durch Polymerisation oder durch Polykondensation.

Eigenschaften:
Feuchtigkeitsaufnahme im Normalklima: 3,8 - 4,5% des Eigengewichts, fest (45km Reislänge bei 20-25% Dehnung), knitterarm, scheuerbeständig, resistent gegen Bakterien, Termiten und eine Vielzahl von Chemikalien, hohe elektrostatische Aufladung, gut färbbar bei Färbung in der Schmelze.

Verwendung:
Sportbekleidung (Trainingsanzüge, Fechtbekleidung,....), Feinstrümpfe, Damenwäsche, Miederwaren, Bade- & Freizeitbekleidung, Futterstoffe, Kleiderstoffe, Blusenstoffe, Wetterschutzbekleidung, Schirme, Teppichbodenverstärkung, Nähgarn. Polyamidfasern werden auch in Mischungen verwandt. Häufig mit Wolle, Baumwolle oder anderen Chemiefasern.

Pflegeeigenschaften:
Waschen bei 40°C im Schonwaschgang, nicht chloren, bei niedrigster Stufe bügeln (Polyamid ist hitzeempfindlich), Chemisch reinigen möglich mit Per (Lösungsmittel), (Nicht) im Trockner trocknen (je nach Ausrüstung möglich oder nicht möglich). Es gelten wie immer die Angaben des Herstellers.

 

POLYACRYL

Allgemein:
Aus Polyacrylnitril hergestellte Endlosfäden und Fasern. Das in Dimethylformamid gelöste Polyacrylnitril wird nass oder trocken versponnen und verstreckt. Herstellung im Nass- oder Trockenspinnverfahren.

Eigenschaften:
Polyacryle werden fast ausschließlich als Spinnfasern gewonnen, die folgende Eigenschaften haben: Wollähnlicher Griff, niedrige Dichte, gute Licht- und Chemikalienbeständigkeit, pflegeleicht, bei leichter Wärme leicht deformierbar & thermofixierbar.

Verwendung:
Polyacrylfasern werden rein aber auch in Mischungen (vor allem mit Wolle) u.a. für folgende Zwecke genutzt: Maschenwaren, Oberbekleidungsstoffe, Decken, Pelzimitationen.

 

ELASTHAN

Allgemein:
Fasern, die aus mindestens 85% Gewichtsprozent von segmentiertem Polyurethan bestehen, und die, unter Einwirkung einer Zugkraft um die dreifache ursprüngliche Länge gedehnt, nach Entlastung sofort wider nahezu in ihre Ausgangslage zurückkehren. Elastahn wird als Filamentgarn ausgesponnen.

Eigenschaften:
Sehr hohe Elastizität & Dehnung (bis zu 800%), mäßige Scheuerfestigkeit, gute Zugfestigkeit, widerstandsfähig gegen Alterung und chemische Einwirkungen, gute Anfärbbarkeit, gute Waschbarkeit.

Verwendung:
Es wird häufig in Verbindung mit anderen Fasern bei Badebekleidung, Miederwaren, Strümpfen und Stretchbekleidung verwendet.

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